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Die Blaufärberei ist
ein Verfahren der Textilfärberei, das schon fast
ausgestorben ist. Unter den Farbstoffen, die in
der Natur zu finden sind, kommt das blaue Indigo
am häufigsten vor. Deshalb wurde dessen Gebrauch
in der ganzen Welt verbreitet. In diesem
Jahrhundert brach die Alleinherrschaft der
natürlichen Farben ab, da die Chemieindustrie
auch künstliche Farben herstellen kann.
Die
Bemusterung des Blaufärbestoffes stammt von der Batik,
die schon mehrere tausend Jahre alt ist, ab.
Zuerst wird das Muster mit einer Wachsschicht auf
den weißen Baumwollstoff gedruckt. Das
Wachsmuster wird dann von der blauen Farbe nicht
gefärbt. Das Motiv bleibt dort deshalb weiß,
also ungefärbt.
In Bácsalmás
lebt die Familie Skorutyák seit 1879 ohne
Unterbrechung in demselben Haus und übt dieses
Gewerbe aus. Nach dem vorhandenen Kaufvertrag
kaufte mein Urgroßvater 1879 diese
Werkstatt. Von ihm übernahm sie mein Großvater,
dann mein Vater und seit 1969 arbeite ich hier
und benutze die uralten Werkzeuge als
hauptberuflicher Handwerker. Mein Sohn, der
Elektroingenieur ist, kennt auch schon die
Geschichte des Handwerks und die Grundlagen der
Blaufärberei.
Aus den alten Zeiten stammt auch meine
Druckstockgarnitur, die aus 300 Mustern besteht.
Unsere Perrotin Musterdruckmaschine, die 1868 in
Berlin gebaut wurde, arbeitet noch immer mit den
originalen Einzelteilen. Die Wäschemangel, die
noch von einem Pferd in Gang gebracht wurde,
stammt aus der Zeit meines Urgroßvaters. Die
drei Meter tiefen Becken zur Färbung sind noch
heute benutzbar. Heute helfen bei meinen
vielseitigen Aufgaben auch modernere Mittel. In
meiner 300 Quadratmeter großen Werkstatt können
die Werkzeuge der Blaufärberei besichtigt
werden.
Seit 2003 als Rentner sammle ich
die Werkzeuge der Blaufärberei und bewahre deren Tradition. Ich
habe kein berufliches Geheimnis. Ich gebe meine Kenntnisse sehr
gerne weiter. Deshalb wird meine Werkstatt auch von Ausländern
besucht. Von meiner Tätigkeit berichteten sowohl die Zeitungen
als auch der Rundfunk und das Fernsehen
mehrmals.
Wenn Sie Interesse an meiner Arbeit haben,
stehe ich Ihnen sehr gerne zur Verfügung.
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H-6430
BÁCSALMÁS,
Kossuth u. 49.
Tel: +36 (79) 341-549
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